Unzufriedenheit im JobErste Hilfe bei Unzufriedenheit im Job

In diesem Artikel geht es um Gründe für Unzufriedenheit im Job, Auswirkung und erste Maßnahmen dazu.

Wenn Unzufriedenheit im Job länger anhält, wird die Belastung immer größer und wirkt sich ebenfalls auf das Privatleben aus. Irgendwann hast du innerlich gekündigt. 52 % der Arbeitnehmer wechseln trotzdem nicht den Job laut einer Umfrage. Die Motivation nimmt jedoch weiter ab, wodurch du damit in eine richtige Abwärtsspirale kommst, deine Leistung leidet und Stress nimmt zu. Schlimmstenfalls endet chronische Unzufriedenheit in Boreout oder Burnout.

Diese Gründe geben die Teilnehmer/innen unserer Online-Coachings an für Unzufriedenheit: 

  • Stress durch Überforderung und oder / fehlende Kenntnisse im Job
  • Langeweile durch Unterforderung
  • Schlechtes Klima im Unternehmen
  • Fehlende Wertschätzung
  • Dauernd Überstunden
  • Keine idealen Arbeitsbedingungen
  • Probleme mit dem Vorgesetzten
  • Fehlende Identifikation mit dem Unternehmen und fehlender Sinn

Was trifft bei dir zu?

Die Gründe für Unzufriedenheit sind vielfältig. Wichtig ist, dass du so schnell wie möglich etwas gegen die Unzufriedenheit unternimmst, damit du nicht in der Burnout- oder Boreout-Falle landest.

Abhilfe schaffen:

Das allerwichtigste ist: Bestandsaufnahme im eigenen Umfeld

Der erste Schritt: Erstelle eine Liste an Punkten, die dich unzufrieden machen.

Welche Punkte kannst du für dich lösen?
Was ist die Ursache dafür und welche Maßnahmen kannst du dafür ergreifen?

Der zweite Schritt: Werde dir bewusst, welche Tätigkeiten dir wirklich Spaß machen. Meist siehst du vor lauter Wald die einzelnen Bäume nicht mehr. Also: Die zweite Liste enthält die Tätigkeiten, die dir Freude bereiten.

Der dritte Schritt: Was sind die positiven Aspekte deiner Arbeit? Meist ist man sich dessen nicht mehr bewusst. Halte diese Punkte fest und nehme sie im Arbeitsalltag mehr wahr, anstelle dich immer nur darauf zu fokussieren, was negativ ist und dich runterzieht.

Der vierte Schritt: Was sind deine Interessen, Stärken und welche Werte sind dir wichtig? Diese Dinge zu wissen, fördert das Selbstbewusstsein, Wohlbefinden und die Zufriedenheit. Mit diesem Wissen kannst du viel selbstbewusster gegenüber Vorgesetzten und dem Chef auftreten und vor allem auch ansprechen, was du zukünftig benötigst für Zufriedenheit im Job.

Was noch viel wichtiger ist: Für eine Veränderung musst du aktiv etwas unternehmen!

Nicht nur jammern und sich in den Dingen „suhlen“, die einem nicht gefallen. Es ist an der Zeit, dass du aktiv etwas unternimmst. Das muss nicht sein, dass du sofort kündigst und dir einen neuen Job suchst. Da gibt es noch viele Fassetten dazwischen.

Ich meine nicht damit, dass du dir einen Ausgleich in der Work-Life-Balance suchst. Das ist wirklich nicht der richtige Weg. Das war eine Vorgehensweise in den 90ziger Jahren. Work-Life-Balance erinnert an Gift und Gegengift: Ein Zuviel an Arbeit muss mit einer entsprechenden Portion Leben neutralisiert werden. Diese Balance ist nur eine flüchtige Erscheinung. Dies führt zu einer Versuchung Defizite zu akzeptieren, anstelle sie zu ändern. „Wenn die Arbeit nervt, dann gehe zum Yoga.“ Es ist viel erstrebenswerter, die Arbeit so zu gestalten, dass Zufriedenheit und Lebensfreude nicht nur die eine Hälfte unseres Lebens betreffen, sondern beide Hälften: Die Arbeit und das Privatleben.

Hier einige Punkte zum Anstoß der Veränderung:

Was lässt sich ändern? Gibt es die ersten Maßnahmen, die du selbst starten kannst z. B. in deiner Selbstorganisation?

Schließe dich mit Kollegen/innen zusammen, vielleicht haben die ähnliche Probleme. Erarbeitet gemeinsam eine Lösung mit aktiven Punkten zur Umsetzung. Nutzt diesen Lösungsvorschlag für ein Gespräch mit dem/der Vorgesetzten.

Spreche mit deinem/er Vorgesetzten. Wie könnte dein Aufgabenfeld verändert werden? Mit den ersten 4 Schritten (die ich im oberen Teil angesprochen haben) hast du eine solide Basis für eine Gespräch.

Kannst du deine Position im Unternehmen verändern? Auch hier ist der Vorgesetzte der erste Ansprechpartner oder auch die Personalabteilung.

Gibt es Weiterbildungsangebote, die du nutzen könntest für eine berufliche interne Veränderung?


Wenn du mit diesem Punkten nicht weiterkommst – nutze doch ein kostenfreies Perspektiven-Gespräch mit mir! Mehr dazu hier. Mit mir arbeiten